
Pfad der Träume
Die Leopardenwandlerin Kainda hat einen Traum: Sie will zurück in ihr Heimatland Afrika. Doch der Weg dahin ist gefährlich. Auf der Flucht vor unbekannten Verfolgern wird sie von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt. In der Tierklinik des San Diego Wild Animal Parks kümmert sich der Tierarzt Ryan Thorne aufopferungsvoll um sie und weckt Gefühle in ihr, die sie längst vergessen glaubte. Doch kann sie ihm vertrauen? Nur im Schutz der Nacht wagt sie es, sich ihm in Menschengestalt zu nähern und lässt Ryan in dem Glauben, die leidenschaftliche Begegnung fände nur in seinen Träumen statt. Als Kaindas Verfolger ihre Spur wieder aufnehmen, muss sie eine Entscheidung treffen ...
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Regungslos verharrte Kainda in der Bewegung, alle Sinne auf die Umgebung ausgerichtet. Der Mann, der sie verfolgte, war immer noch da. Sie konnte ihn zwar nicht sehen oder hören, aber sie roch ihn. Die Mischung aus billigem Aftershave und kaltem Zigarettenrauch ließ Übelkeit in ihr aufsteigen. Wie war es möglich, dass sie ihn nicht abschütteln konnte? Der Sender in ihrem Nacken war vernichtet worden, und sie war inzwischen Hunderte
Nun war Gowan seit fast drei Monaten tot, einer der Berglöwenwandler hatte ihm die Kehle herausgerissen. Was Kainda hätte freuen sollen, wenn es nicht ohne den Jäger noch viel schwieriger wäre, wieder nach Hause zu kommen. Deshalb hatte sie in seinem Haus nach diesen Beweisen gesucht, doch bis auf einige schäbige Möbel und ausgestopfte Tiere war es leer gewesen. Vermutlich hatte bereits jemand alle persönlichen Gegenstände und Unterlagen an sich genommen und wusste nun über die Wandler Bescheid. Oder es gab jemanden, der schon die ganze Zeit darüber informiert war. Gowan hatte sein Wort vielleicht nicht gehalten und über das geschwiegen, was sie waren. Konnte es sein, dass der Verfolger schon seit Wochen hinter ihr her war?
Doch sie konnte nicht aufgeben, sie musste einen anderen Weg finden, wie sie und ihre Schwester Jamila nach Afrika zurückkehren konnten. Bislang war sie leider wenig erfolgreich gewesen, denn ohne Papiere und Geld würden sie nie Flugtickets bekommen. Ganz abgesehen davon, dass sie nicht wusste, wie sich ein Flug auf ihren Organismus auswirken würde. Es wäre vermutlich ungünstig, sich in der Kabine vor allen Leuten in einen Leoparden zu verwandeln. Auf dem Hinweg war sie betäubt und zusammen mit ihrer Schwester in einen Käfig im Laderaum des Flugzeugs gesperrt gewesen, als wären sie normale Tiere, deshalb war ihre Besonderheit niemandem aufgefallen. Was würde jedoch passieren, wenn sie als normale Passagiere an Bord gingen? Und welche Alternativen gab es? Die Suche dauerte jetzt schon wesentlich länger, als Kainda geplant hatte, und
Der Gestank wurde stärker, ein leises Knacken war zu hören. Kainda schüttelte alle Gedanken ab und konzentrierte sich darauf, noch stärker mit der Umgebung zu verschmelzen. Jetzt wünschte sie sich die tiefen Wälder rund um den Yosemite National Park zurück, auch wenn sie ihr erst so fremd erschienen waren. Hier in Südkalifornien war es wesentlich trockener, die Vegetation spärlicher. Ähnlich wie in Afrika. Unwillig fletschte
Kainda schlich um eine Baumgruppe herum, um sich dem Mann von der anderen Seite zu nähern, wo er sie nicht erwarten würde. Trockene Blätter streiften raschelnd ihr Fell. Sofort erstarrte Kainda und lauschte. Von ihrem Verfolger war kein Laut zu hören. Sein Geruch war weniger intensiv, als hätte er sich von ihr entfernt. Gut so, vielleicht hatte er erkannt wie aussichtslos es war, sie einfangen zu wollen. Sie würde noch einige Minuten abwarten und dann ihren Weg fortsetzen. Wenn sie Glück hatte, würde sie bei der Gelegenheit auch etwas zu essen auftreiben. Ihr Magen knurrte bei dem Gedanken an Nahrung. Es war zu lange her, dass sie etwas Anständiges gegessen hatte. Genau genommen hatte sie ihre letzte warme Mahlzeit bei den Berglöwen eingenommen, bevor sie aufgebrochen war. Seitdem hatte sie sich nur noch von dem ernährt, was ihr über den Weg gelaufen war.
Ihr Kopf ruckte hoch, als sie eine Bewegung ganz in der Nähe wahrnahm. Aber das konnte nicht sein, sie hätte den Verfolger längst gerochen, wenn er so nah wäre. Wahrscheinlich war es nur ein Zweig gewesen, der sich im Wind bewegt hatte. Kainda sog tief die Luft ein, konnte jedoch keine Spur des Verfolgers mehr aufnehmen. Froh darüber, sich nicht länger damit beschäftigen zu müssen, setzte sie sich wieder in Bewegung. Instinktiv duckte sie sich hinter einige Büsche und nutzte die spärliche Deckung, während sie sich so schnell wie möglich von der Stelle entfernte, an der sie den Mann zuletzt gerochen hatte. Als sie sicher war, ihn abgehängt zu haben, atmete sie tief durch. Sie würde in Zukunft eindeutig vorsichtiger sein müssen, nie wieder würde sie sich von jemandem einfangen lassen, eher würde sie sterben. Ein Zittern lief durch ihren Körper, als sie sich daran erinnerte, wozu
Kaindas Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen. Ihr blieb keine andere Wahl, sie würde in die Stadt gehen müssen und durfte dabei nicht auffallen. Als erstes brauchte sie dafür Kleidung, denn nackt würde sie zu viel Aufsehen erregen. Allerdings vermutlich auch nicht mehr als in Leopardenform. Jetzt hätte sie gut das Geld gebrauchen können, das ihr Fay, die Heilerin der Berglöwen, angeboten und das sie aus blödem Stolz
Etwas flog an ihrem Ohr vorbei und landete vor ihr auf dem Boden. Irritiert betrachtete Kainda den Gegenstand, bevor verspätet die Reaktion einsetzte. Ihr Herz begann zu hämmern, als sie erkannte, dass es sich um einen Betäubungspfeil handelte, wie Gowan und seine Männer sie verwendet hatten. Noch bevor der Gedanke in ihrem Kopf zu Ende geformt war, rannte sie los. Der Verfolger musste noch hinter ihr sein, aber wieso hatte sie
Kainda stieß ein wütendes Fauchen aus. Sie würde nicht zulassen, dass dieser Verbrecher gewann! Entschlossen sprang sie in einem langen Satz über einen umgestürzten Baumstamm und lief so schnell sie konnte in Richtung Sicherheit. Wenn ihr Angreifer nicht gerade fliegen konnte, würde er ihr nicht folgen können. Über dem Rauschen in ihren Ohren konnte sie nichts mehr hören, deshalb blieb sie erst stehen, als sie sich sicher war, ihn abgehängt zu haben. Lauschend legte sie den Kopf zur Seite und versuchte, ihren Herzschlag zu beruhigen. Es war totenstill. Zu still für ihren Geschmack. Es fehlten die normalen Geräusche, die in jedem Wald zu hören waren. Stattdessen herrschte unheilvolles Schweigen.
Ihr Nackenfell richtete sich auf, und ihr Instinkt sagte ihr, dass sie nicht alleine war. Wie konnte das sein? Die einzige Erklärung war, dass es mehrere Männer gab, die sie nun genau dorthin trieben, wo sie sie haben wollten. Solange sie nicht wusste, wo die Verfolger waren, konnte sie nur versuchen, ihre Linie zu durchbrechen, um sich irgendwo in Sicherheit zu bringen. Doch wenn sie schnell genug war, dann gelang ihr vielleicht die Flucht.
Um ihnen keine Gelegenheit zu geben nachzurücken, warf sie sich herum und jagte los. Erde und Pflanzenreste stoben unter ihren Pfoten auf. Wie aus weiter Ferne hörte sie ein weiteres Ploppen, etwas bohrte sich in ihr Bein. Kainda kam ins Stolpern, konnte sich aber gerade noch abfangen. Eine Spritze ragte aus ihrem Oberschenkel. Mit einem Knurren zog sie sie mit dem Maul heraus und schleuderte sie zur Seite. Nur ein Gedanke beherrschte
Ein lautes Brummen drang an ihre Ohren. Für einen Moment dachte sie, dass sie es sich nur einbildete, doch dann erkannte sie, dass sie sich direkt auf eine Straße zu bewegte. Das war ihre Rettung! Wenn es ihr gelang, jemanden auf sich aufmerksam zu machen und so zu tun, als wäre sie überfallen worden, konnten ihre Verfolger nichts mehr tun. Kainda rutschte die hohe Böschung herunter und verwandelte sich dann hinter einem Busch.
Es fiel ihr unglaublich schwer, sich wieder aufzurichten und auf zwei Beinen fortzubewegen, doch sie schaffte es. Mit letzter Kraft taumelte sie auf die Straße. Schneller als sie reagieren konnte, tauchten zwei Scheinwerfer vor ihr auf, die immer größer wurden. Kainda versuchte, sich zur Seite zu werfen, doch es war zu spät. Mit ungeheurer Wucht wurde sie erfasst und durch die Luft geschleudert. Ein grelles Quietschen ertönte, bevor sie
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RezensioneN
[...] Besonders hervorheben möchte ich die sehr schöne und glaubhafte Umsetzung der Annäherung zwischen Kainda und dem einfachen Mensch und Tierarzt Ryan. Ich war sehr gespannt drauf, wie das funktionieren sollte, denn es hat ja schon etwas Grenzwertiges wenn ein Mann sich in einen weiblichen Leoparden, ein Tier, verliebt – aber Michelle Raven hat das gefühlvoll, langsam herantastend und sehr schön gelöst.[...]Cleopatra, Lesenswert-Empfehlenswert (Link zur kompletten Rezension)
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[...] Knisternde Erotik, spannende Action, ungewöhnliche Lebensformen und ein spielerischer Erzählstil machen den unglaublichen Reiz des Buches aus, Spannung und Liebe gepaart mit Ironie und Wortwitz lassen die Seiten nur so fliegen. [...]
Patricia, Literatopia (Link zur kompletten Rezension)
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[...] Eine interessante Mischung aus paranormalen Spannungsroman und reinem Liebesroman, die der Autorin absolut überzeugend gelungen ist. [...]
Thriller-Katze, Amazon (Link zur kompletten Rezension)
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[...] Ryan ist ein wirklich toller Mann, der sich in die Katze verliebt ohne auch nur zu ahnen das sie eine Gestaltwandlerin ist. [...] Alles in allem für mich ein absoluter Keeper, und ich empfehle es vorbehaltslos jedem weiter.
Engel 77, Liebesromanforum (Link zur kompletten Rezension)
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Oh, war das schön. Lange ersehnt und förmlich verschlungen habe ich das Buch. Herrlich romantisch geschrieben und wie auch schon der erste Teil dieser Reihe überhaupt nicht kitschig.[...]
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[...] Das Buch ist zum mitfiebern, denn es geht nicht nur Erotisch heiß her, sondern auch gefährlich. [...]
Tine Schweizer, Tines Bücherwelt (Link zur kompletten Rezension)
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Ich hab das Buch heut Mittag gekauft und um 2 Uhr mit lesen begonnen. Was soll ich dazu sagen? Einfach genial. Ich habs keine Sekunde aus der Hand legen können und die Seiten haben sich von selbst umgeblättert. [...]
Mondtochter, Büchereule (Link zur kompletten Rezension)
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[...] Was mir aber vorallem gefallen hat, ist, dass man hier erfährt, dass Kainda und Jamila so eng zueinanderstehen, dass sie beide ihr Glück im Buch finden. Sowas habe ich bisher noch in keinem Buch entdeckt. Außerdem ist mir aufgefallen, dass Michelle Raven in diesem Buch klarstellt, dass man sich auch ohne Worte bestens verstehen kann! [...]
Mrs. Vireo, Lovelybooks (Link zur kompletten Rezension)