
Bonus-Material
Interview bei Literra vom 03. April 2010.
Interview bei der Leser-Welt März 2010.
Interview mit Verlosung bei Lesenswert- Empfehlenswert vom 09. Februar 2010.
Interview bei Literatopia vom 02. Februar 2010.
Artikel von Harald Duin in der Braunschweiger Zeitung, 30. Januar 2010
Artikel (Teil 1/Teil 2) von Olga Krouk in der "Nautilus - Abenteuer und Phantastik", Februar 02/2010, Nr. 71 (nur Ausschnitt)
Artikel von Olga Krouk in der "Nautilus - Abenteuer und Phantastik", Januar 01/2010, Nr. 70 (nur Ausschnitt)
Buchtipp von Olga Krouk in der "Nautilus - Abenteuer und Phantastik", November 11/2009, Nr. 68
Artikel von Harald Duin in der Braunschweiger Zeitung, 25. September 2009
Artikel von Olga Krouk in der "Nautilus - Abenteuer und Phantastik", August 08/2009
Interview und Buchvorstellung 'Die Spur der Katze' auf Nalini Singhs Blog: Juli 2009
Projekt Leo - Folge 1, Folge 2, Folge 3, Folge 4
Interview zu der Serie bei Verlorene Werke
Projekt "Leo" - Folge 1
(zuerst erschienen im LoveLetter Nr. 40, Februar 2009)Wie alles begann …
Seit
zehn Jahren schreibe ich Romantic Suspense-Geschichten und hatte nie
das Gefühl,
dass mir ein anderes Genre genauso gut gefallen könnte. Doch dann
klappte ich
ein Buch von Nalini Singh (wer die Bücher noch nicht kennt: lesen!) zu
und mich
überkam die Lust, etwas Paranormales zu probieren. Da ich gerade an
einem
anderen Manuskript saß, nahm ich mir vor, jeden Tag zwei Seiten des
‚Zwangs’-Projekts zu schreiben und danach zur Entspannung das
‚Spaß’-Projekt anzufangen.
Nach vierzig Seiten merkte ich, dass ich so das aktuelle Manuskript nie
innerhalb der Abgabefrist zu Ende bringen würde, also legte ich ‚Leo’,
wie ich
mein Experiment nannte, schweren Herzens zur Seite.
Einige
Monate später war ich endlich soweit, mich ganz den Gestaltwandlern
zuzuwenden.
Was als reiner Spaß und Schreibübung begann, entwickelte sich zu einem
ernsthaften
Projekt. Ich sammelte Informationen, recherchierte Örtlichkeiten und
erfand die
passenden Charaktere. Es kamen immer mehr Ideen dazu und ich schrieb
ein Exposé,
das ich zusammen mit der Leseprobe an meinen Agenten schickte. Wider
Erwarten
erhielt ich umgehend von ihm die Antwort, dass er die Idee sehr gut
fände und
sie dem Lyx-Verlag anbieten würde.
Nach
nervraubender Wartezeit erhielt ich im September 2008 die Nachricht,
dass ‚Leo’
bei Lyx erscheinen würde. Meine Freude war riesig, nicht nur, weil Lyx
mein
Wunschverlag ist, sondern weil ich mir nicht sicher war, ob mein
Versuch, eine
Geschichte mit paranormalen Elementen zu schreiben, dem kritischen Auge
eines Lektors
standhalten würde.
Aber
die Leseprobe gefiel und so schrieb ich noch motivierter weiter – und
vor allem
mit mehr Druck, denn das Manuskript soll Ende Januar abgegeben werden.
Und ich
wusste zu dem Zeitpunkt, dass dazwischen nicht nur zwei Umzüge liegen
würden,
sondern auch die Ordnung des alten Arbeitsplatzes an der Universität
Köln und
der Neuanfang im Landesmuseum Braunschweig. Glücklicherweise bin ich es
durch
meinen Ganztagsjob gewöhnt, die Schreibzeit gut einzuteilen und so habe
ich
jede freie Minute genutzt, ‚Leo’ voranzubringen.
Und
es läuft gut, Mitte Januar habe ich das Wort ‚Ende’ unter das
Manuskript
geschrieben und werde nun die restliche Zeit mit der Überarbeitung
verbringen.
Was noch interessant werden kann, denn wie so oft habe ich meine
geplante
Seitenzahl gnadenlos überschritten. Das liegt vor allem daran, dass ich
(wie es
mir zugegebenermaßen öfter passiert) entgegen meiner ursprünglichen
Planung
einen zweiten Handlungsstrang in die Geschichte eingeführt habe. Und so
ist
‚Leo’ nicht nur ein paranormaler Liebesroman mit Spannungselementen
geworden,
sondern er enthält bereits einige Andeutungen auf weitere Bände, die
vermutlich
im halbjährlichen Abstand folgen werden.
Ich
bin
schon
sehr gespannt darauf, für welchen Autorennamen und Titel
wir uns
entscheiden werden und ich
kann
es kaum erwarten, das fertige Cover zu
sehen.
Die Monate bis zum Herbst werden noch sehr, sehr lang … deshalb werde
ich immer
an dieser Stelle über Neuigkeiten berichten.
Projekt "Leo" - Folge 2
(zuerst erschienen im LoveLetter Nr. 42, April 2009)Es
ist geschafft, Ende Februar habe ich ‚Leo’ aus den Händen gegeben.
Eigentlich
sollte es ein freudiger Tag sein, aber wie immer ist es bei mir eine
Mischung
aus Wehmut, die Geschichte loslassen zu müssen, und Unsicherheit, ob
sie
der
Lektorin gefallen wird. In der Überarbeitungsphase der letzten Wochen
habe ich
versucht, die Sprache zu glätten, Fehler auszubügeln und vor allem
Brüche in
der Logik zu finden. Habe ich alle erwischt? Ganz sicher nicht. Kein
Autor ist
perfekt und genau deshalb ist die Arbeit der Lektoren so wichtig. Sie
können
aus einem guten Text einen sehr guten machen und ihm den letzten
Schliff
verleihen.
Genau
darauf hoffe ich und vertreibe mir die Zeit damit, den zweiten Band der
Serie
zu beginnen. Es ist ein komisches Gefühl, wieder bei Seite 1
anzufangen, mich
an neue Hauptcharaktere gewöhnen zu müssen und den ganzen Prozess des
Geschichtenerfindens wieder von vorne zu beginnen. Einerseits macht es
viel
Spaß, andererseits frage ich mich aber auch, wie ich jemals auf
mindestens 400
Seiten kommen soll. Dazu kommt noch der Druck, denn ich muss das neue
Projekt
bereits Ende September 2009 abgeben, habe also etwa sieben Monate Zeit,
‚Leo 2’
fertig zu schreiben und zu überarbeiten.
Wenn
Sie
sich jetzt fragen, wie ich mir überhaupt eine ganze Geschichte
ausdenken
kann, wenn ich noch nicht mal auf einen richtigen Titel komme, kann ich
dazu
nur sagen: ich habe keine Ahnung. Mit Titeln habe ich mich schon immer
schwer
getan, meist entscheide ich mich erst für einen, wenn ich das Buch
fertig
geschrieben habe. Doch die
Arbeitstitel wie ‚Leo’ oder ‚Leo 2’ wirken in einem
Exposé denkbar schlecht, deshalb versuche ich immer, einen halbwegs
annehmbaren
Titel zu finden, unter dem mein Agent das Projekt den Verlagen
vorstellen kann.
Im Fall von ‚Leo’ war das ‚Die Spur der Katze’ und wie es aussieht,
wird er vom
Verlag übernommen.
Eine
weitere Überlegung beim Start einer neuen Serie in einem neuen Genre
und Verlag
ist der Autorenname. In diesem Fall war die Frage, ob wir bei dem
bereits eingeführten
Pseudonym Michelle Raven bleiben, oder doch lieber ein neues nehmen
sollten.
Beides hat Vor- und Nachteile, wie z.B. die Mitnahme der angestammten
Leserschaft
gegen die Möglichkeit, dass einige Romantic Suspense-Leser keine
paranormalen
Elemente mögen und deshalb vom Plot enttäuscht sein könnten. Ein
frischer Start
unter einem neuen Pseudonym gegen die Gefahr, dass der Name unter den
bekannteren anderen Lyx-Autoren untergeht. Letztendlich haben wir uns
für
Michelle Raven entschieden. Ob der Name bei den Lesern angenommen wird,
muss
sich erst noch zeigen, aber ich hoffe, dass meine Geschichten auch als
Romantic
Fantasy überzeugen.
Besonders
gespannt bin ich darauf, wie das Cover letztendlich aussehen wird. Ich
durfte
ein paar Coverbeispiele einreichen, die mir von der Art her besonders
gut
gefielen, außerdem einige Informationen zum Inhalt und nun ist es Sache
der
Graphiker, ein aufsehenerregendes Cover zu erstellen. Voraussichtliche
Fertigstellung: Ende März …
Projekt "Leo" - Folge 3
(zuerst erschienen im
LoveLetter Nr. 44, Juni 2009)In
den letzten Wochen ist viel passiert: das Manuskript wurde lektoriert,
ein
Cover erstellt, genauso wie ein Vorschautext. Ein endgültiger
Erscheinungstermin – der 15. Juli 2009 – wurde auch festgelegt und das
Buch ist
bereits bei den Online-Händlern vorzubestellen und auf der Lyx-Homepage
zu
finden.
Aber
fangen wir beim Lektorat an. Um es kurz zu machen: es hat super
funktioniert.
Die Lektorin und ich waren völlig auf einer Wellenlänge, sie hat
angemerkt, wo
noch etwas erklärt werden muss, oder es zu lang ist oder sich schräg
anhört.
Und sie hatte in den meisten Fällen Recht. Ich habe die Änderungen
durchgeführt
und damit ist die Geschichte besser geworden, runder und schöner. Auch
die
sprachlichen Glättungen sind immer sinnvoll, manchmal ist man als Autor
zu nah
dran, um zu bemerken, dass man einen hoch komplizierten Satz auch viel
einfacher ausdrücken könnte. Ende April haben wir das fertig
lektorierte
Manuskript dann an den Verlag zurückgegeben, der nun eine Druckfahne
erstellen
wird, die ich dann in ein paar Wochen noch ein letztes Mal durchsehen
werde.
Und wie immer werde ich auch dort noch ein paar Fehler finden.
In
der Zwischenzeit wurde von der Graphik-Abteilung der Cover-Entwurf
präsentiert.
Ich muss ehrlich gestehen, meine erste Reaktion war: huh, der Typ ist
aber
nackt. Natürlich wusste ich, dass in diesem Genre gerne nackte Männer
auf das
Cover gesetzt werden, aber ich hatte die leise Hoffnung, dass es mich
nicht
trifft. Nicht, dass der Mann nicht sehr gut aussieht (Zitat
Liebesromanforum:
ein lecker Jungchen), aber ich hätte meinen Helden gerne der Fantasie
der Leser
überlassen.
Dann
war da noch das Schaf. Nein, es kommt keines im Buch vor, sondern
Berglöwen.
Und eben das war das Problem: der Berglöwe auf dem Cover hatte den
Körper eines
Schafes. Das wurde aber sehr schnell und meisterhaft behoben und jetzt
gefällt
mir das Cover sehr gut. Besonders der goldene Blick des Mannes saugt
den Leser
richtig ein. Auch die Farben und die Idee mit dem Fell im Vordergrund
und der
Landschaft im Hintergrund finde ich sehr gelungen. Bisherige
Leserreaktionen
zeigen, dass das Cover gut ankommt, was mich sehr erleichtert.
Vorschautexte
oder auch Klappentexte zu erstellen finde ich sehr schwierig, schon
allein,
weil ich mich nicht kurz fassen kann. Deshalb bin ich heilfroh, dass
diese
Aufgabe immer vom Verlag übernommen wird. Wie viel sollte man verraten,
welche
Informationen, welche Reizwörter braucht der potentielle Leser, um ein
Buch so
interessant zu finden, dass er es kauft? Keine leichte Aufgabe.
Jetzt
ist ‚Die Spur der Katze’ also zum ersten Mal öffentlich zu sehen und
die
Aufregung nimmt zu. Wird die Geschichte den Lesern so gefallen wie mir?
Werden
sie mit Marisa, Coyle und den anderen Charakteren mitfiebern? Und vor
allem,
werden sie danach auch weitere Bände der Serie lesen wollen? Ich hoffe
es, denn
ich bin noch lange nicht fertig mit der Geschichte der Ghostwalker.
Band
zwei
geht derweil langsam voran, ich bin ungefähr bei der Mitte
angekommen.
Zumindest wenn ich mich diesmal an die angepeilte Seitenzahl halte …
Projekt "Leo" - Folge 4
(zuerst erschienen im LoveLetter Nr. 45, Juli/August 2009)Kann man an einem Wochenende gleichzeitig umziehen und eine 509-seitige Druckfahne kontrollieren? Das war die Frage, die ich mir neulich stellen durfte. Und die Antwort lautet: wenn das Buch super lektoriert und der Text genau so übernommen wurde wie besprochen, ja. Es ist immer wieder spannend, die Druckfahnen aus dem Paket zu holen und endlich den ersten Blick auf die Gestaltung des Buchinnern werfen zu können. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Kapitelzahlen wurden mit dem Schattenriss einer Raubkatze hinterlegt. Jedes Mal, wenn ich zu einem neuen Kapitel kam, habe ich mich wieder darüber gefreut. Die wenigen gefundenen Fehler werden verbessert und dann kommt das Buch in den Druck. Auch das Cover samt Klappentext wurde noch einmal überprüft, verbessert und angepasst und ist nun ebenfalls druckreif.
Allein die Vorstellung, dass mein Buch bald tausendfach in einer Druckerei vom Band läuft, bevor es in die Läden und an die Online-Buchhändler ausgeliefert wird, ist irgendwie beängstigend. Und auch toll. Aufregend. Wo ist mein Baldrian?
Apropos Online-Buchhändler, jetzt ist wieder die Zeit der ständigen Überprüfung des Verkaufsranges bei Amazon (obwohl der über die tatsächlich verkauften Exemplare überhaupt nichts aussagt und allerhöchstens eine Tendenz erkennen lässt). Derzeit bin ich damit sehr zufrieden, fast zwei Monate vor Erscheinen bei einem Rang von unter 1000 zu stehen, ist super. Daran könnte ich mich fast gewöhnen.
Während also wie üblich die panische Phase kurz vor Erscheinen einsetzt, bemühe ich mich, wieder in Teil 2 der Serie hineinzufinden, den ich wegen Umzug und Druckfahne beiseite legen musste. Bei jeder Unterbrechung muss ich wieder von vorne anfangen, mich in die Charaktere und die Situation hineinversetzen und versuchen, das Gefühl dafür wiederzuerlangen. Es schwingt auch immer die Sorge mit: kann der aktuelle Teil mit dem vorherigen überhaupt mithalten? Das ist das bei vielen Autoren bekannte ‚Zweite-Buch-Syndrom’. Wobei ich das zugegebenermaßen zum ersten Mal beim zweiten Buch erlebe, Teil 2 der Hunter-Serie ‚Riskante Nähe’ schrieb sich fast wie von selbst und ich bin nie in eine Zweifelphase eingetaucht. Dafür hatte ich damals das Problem beim dritten Buch …
Eine weitere Frage ist für mich, wie viel muss man im zweiten Band einer Serie zu den Ereignissen und den Hintergründen im ersten Band erzählen? Reicht es, Andeutungen zu machen und an den richtigen Stellen kurze Hinweise auf das zu geben, was passiert ist? Oder muss im Prinzip die ganze Welt, müssen die ganzen Ereignisse noch einmal erklärt werden? Ich weiß es nicht. Aber ich habe noch knapp vier Monate, um darüber nachzudenken und zu einem Ergebnis zu kommen.
So, nun habe ich alles getan, was ich für ‚Die Spur der Katze’ tun konnte. Ich habe es geschrieben, überarbeitet und korrigiert, eine Homepage erstellt und eine Artikelserie geschrieben, damit die Leser ein wenig am Entstehen des Buches teilhaben können. Alles Weitere liegt nicht mehr in meiner Macht, aber ich hoffe, dass ich den Lesern mit meinem Buch eine Freude machen kann. Denn zufriedene Leser sind der eigentliche Lohn für die ganze Arbeit.